Google und das „Recht auf Vergessen“

Nervös, aufgeregt…. Du hast heute Abend seit langem mal wieder ein Blind Date und bist nicht so der Überraschungstyp. Klar, du schmeißt Google an, tippst einen Namen ein und siehst dir an, mit wem du es heute Abend zu tun hast. So nun stellt sich die Frage: hast du wirklich alles gefunden, was es zu finden gibt? Die Antwort lautet „Nein“, wenn du aus dem EU-Raum kommst. Die Chance “alles” über diese eine Person zu finden wäre wesentlich höher wenn du deine Suchanfrage z.B. aus den US gestartet hättest. Das war es aber nicht schon immer. Im Jahr 2014 hat es den ersten großen Einschnitt gegeben. Es wurde ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das “Gesetz des Vergessens”.

 

Was bedeutet das seit 2014?

Einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) von 2014 zufolge ist Google verpflichtet, bestimmte Links aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Europäische Internetnutzer haben demnach das Recht, die Sperrung von Ergebnissen zu fordern, die beim Googlen des eigenen Namens erscheinen. Bislang wurden lediglich Suchergebnisse gesperrt die über z.B. “.de” oder “.nl” angefragt wurden. Es war aber dennoch möglich diese über google.com abzufragen.

 

Ankündigung von Google am Freitag letzter Woche:

Die Suchmaschine Google verbirgt gesperrte Treffer ab dieser Woche auch dann, wenn sie über google.com oder andere Länderdomains aufgerufen werden. Dies kündigte Google-Datenschutzbeauftragter Peter Fleischer am Freitag auf dem EU-Blog des Unternehmens an.

 

Was bedeutet das in 2016?

Was will Google jetzt noch anpassen und was bedeutet das auch für uns im sourcing?

In Zukunft sollen durch eGeolocation-Signals wie IP-Adressen der Zugriff auf gesperrte Links über alle Domains der Suchmaschine eingeschränkt werden. Das trifft aber nur zu, wenn von dem Land aus gesucht wird, aus dem die Person stammt, die eine Sperrung gefordert hat. Wird also aus einem anderen EU-Land über google.com oder andere nicht-EU-Google-Domains gesucht, sind die gewünschten Inhalte immer noch auffindbar. Zumindest bedeutet das, dass grundsätzlich keine Daten verloren gehen.

Die Konsequenz für das Sourcing würde über kurz oder lang bedeuten, dass wir uns gut funktionierende VPN´s zulegen und über diese auf Google zugreifen, bzw. auf die Suche nach Daten und Kandidaten im Netz gehen. Das heißt, Google würde in diesem Fall immer denken dass wir uns in den US befinden und von dort aus surfen.

Wie lange diese Möglichkeit über einen VPN zu suchen noch besteht, bzw. wir Google vorgaukeln können dass wir uns nicht in D, A, CH oder wo auch immer in der EU befinden, wird sich zeigen. Derzeit gibt es nur ein Unternehmen das erfolgreich weltweit den Zugriff auf ihre Website via VPN gebloggt hat, das ist Netflix. Ob und wann Google auf diesen Zug mit aufspringt wird sich zeigen.

 

Das Thema Sourcing wird dadurch sicherlich in Zukunft nicht einfacher werden, aber das Internet hat bis jetzt immer einen Ausweg dafür gefunden.

 

Keep digging J

Die Grüne 3

 

 

„Mein Xing Profil bewerben“ – Teil 1

Pünktlich zum Wochenende meldet sich die grüne 3 mit einem neuen Blogbeitrag zu Wort. Mittelpunkt unseres Beitrags ist eine Neuerung auf der Business Plattform Xing – leider abermals aus der Kategorie „Pleiten, Pech und Pannen“.

Seit ein paar Wochen gibt es nun auf Xing das neue Feature „Mein Profil bewerben“.  Vor dem Hintergrund, welche Daten wir nutzen können und welche Daten Xing für ein gutes Advertising zur Verfügung stellt, haben wir das neue Tool auf Herz und Nieren geprüft. Ach was, wir testen eigentlich immer alles auf Herz und Nieren… =)

Zu finden ist das Tool auf eurer Profilseite unterhalb der Einstellungen. Über einen Klick auf den Button „mehr“ öffnet sich ein Dropdown-Menü. Getreu dem Motto „wer suchet, der findet“ versteckt sich dort das Feature „Mein Profil bewerben“. Warum, wieso, weshalb diese Funktion dermaßen versteckt ist? Wir wissen es nicht. Noch nicht. =)

Bildschirmfoto 2016-02-19 um 20.13.24

First things first…

Grundsätzlich kann man neben seinem Profil noch weitere Elemente bewerben (Gruppen, Events, Unternehmensprofile, Websites oder auch Stellenanzeigen). Unser Augenmerk galt zum Start vor allem den Bereichen Profil- und Website bewerben.

Mit Sicherheit hat der ein oder andere unter euch zwischenzeitlich auf seinem Xing-Profil nach dem neuen Feature gesucht. Nutzer mit einem Basis-Account werden leider festgestellt haben, dass ihnen das Tool nicht  zur Verfügung steht. Für uns ist dies unverständlich. Basis-Profile können, mit ein paar Abstrichen, ebenso gut wie Premium-Profile gepflegt sein. Daher wäre es auch für Basis-Profile nützlich, ihr Profil bewerben zu können. Aus welchen Gründen Basis-Profile von Xing ausgeschlossen werden würde uns selbstverständlich brennend interessieren!

Jetzt aber genug mit dem Vorgeplänkel… wir gehen mal direkt in das Tool rein.

Da es dem Nutzer bei der ersten Anwendung einfach gemacht wird, Schritt für Schritt zur fertigen Anzeige zu kommen, macht das Tool auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Neben dem leicht zu überblickenden Aufbau ist vor allem die Statistik am rechten Bildschirmrand für uns interessant. Hier wird bei jeder Veränderung sofort  die potentielle Reichweite auf der Plattform angezeigt. Live-Insights zu einer Plattform sind immer „nett“ für Recruiter. =)

land und Reichweite

Aber Achtung!!!! Wie so häufig steckt der Teufel im Detail.

Die potentielle Gesamtreichweite einer Kampagne beträgt in den Standardeinstellungen, ohne Anwendung von Filtern,  8.950.000 Nutzer.  Filtert man nun beispielhaft nach dem Bundesland Bayern, so reduziert sich die Reichweite der Kampagne auf 2.108.000 Nutzer. Wir haben uns den Spaß erlaubt dieses Spielchen für jedes einzelne Bundesland einmal durchzuexerzieren. Als wir am Ende die Summe aus den einzelnen Filterungen addiert haben, wurde die potentielle Gesamtreichweite um einiges überschritten. Die Gründe hierfür können vielschichtig sein. Angefangen damit, was tatsächlich als Standort gewertet wird, bis hin aus welchen Profilbereichen Xing sich die verwendeten Daten zieht. Um diesem Mysterium genauer nachzugehen, haben wir uns nochmals ein neues Xing Profil angelegt. Der Standort (weder Arbeits- noch Wohnort) ist bei der Anmeldung kein Pflichtfeld. Zu unserem Erstaunen wird jedoch automatisch der aktuelle Aufenthaltsort bei der Neuanmeldung als Standort ermittelt. Ob Xing für die Ermittlung der Kampagnen-Reichweite nun den aktuellen Standort (via IP-Adresse), die Profilangaben oder vielleicht auch ehemalige Arbeits- und Wohnorte heranzieht bleibt intransparent und unerklärlich. Für uns bleibt dadurch erst einmal nur ein großes Fragezeichen stehen.

Das geschilderte Mysterium wollen wir mit einem weiteren Beispiel nochmals unterstreichen. Verändert man unter dem Punkt „Alter“ das Mindestalter von 18 auf 23, so reduziert sich die Reichweite auf 3.718.000 User. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass 5.232.000 User (!!) zwischen 18 und 22 Jahre alt sind. Setzt man den Filter jedoch exakt von 18 bis 22 liegt die Reichweite nur bei 66.000. Klar, vor den Angaben steht ein Tildezeichen, d.h. Xing gibt nur einen ungefähren Wert und nicht den exakten Wert an, allerdings sind die Abweichungen schon überdimensional groß. Diese unerklärlichen Abweichungen ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Bewertungsfelder.

Xing gibt bei der Anzeige der Reichweite übrigens noch eine Bewertung  zu der Zielgruppengröße an. Diese gliedert sich in drei Stufen:

  • Relativ Groß (ab ca. 4 Mio.)
  • Gut ausgewogen (ab 1000 bis ca. 4 Mio.)
  • Zu klein (0)

reichweite

Whaaat?!?

Diese Einschätzung kann sich wohl jeder unter uns getrost schenken. Die Spannbreite der einzelnen Stufen ist dermaßen groß, so dass die Einschätzung letztendlich nichtssagend ist. Da hätten wir uns einfach mehr erwarten.

Scrollt man auf der Seite noch etwas weiter runter findet sich ein spannend klingendes Feld namens „Zielgruppe erweitern“. Was durch aktivieren dieses Feldes tatsächlich passiert erschließt sich für uns nicht vollkommen. Eigentlich sollten wir zuvor bereits unsere optimale Zielgruppe definiert haben. Trotz allem haben wir auch dieses Feld getestet, ohne jedoch einen Mehrwert bei den Ergebnissen feststellen zu können.

Zu guter Letzt lassen sich am Ende der Seite noch Gebotskriterien einstellen. Dieser Bereich ist ähnlich aufgebaut wie die Klick-Stellenanzeigen bei Xing. In unserem Test haben wir nacheinander vier Anzeigen geschaltet. Davon waren zwei Anzeigen jeweils fast identisch. Dadurch konnten wir gut nachvollziehen, auf welche Art und Weise sich Veränderungen im Gebotsbereich (z.B. im Bereich Klick oder Impression) auf die Ergebnisse auswirken. Vorausgesetzt die Auswertungen von Xing sind verlässlich, so zeigen unsere Erfahrungen, dass Klick-Anzeigen „für uns“ wesentlich effektiver und erfolgreicher sind als Impressions. Genaueres zu den Unterschieden zwischen Klick-Anzeigen, Impressions, Gebotsvorschlägen etc. werdet ihr in einem weiteren Beitrag von uns erfahren.

Gebotskriterien

 

Wie ihr im Beitrag nun lesen konntet stehen im Zusammenhang mit dem Feature „Mein Profil bewerben“ noch sehr viele offene Fragen im Raum.

Neben FutureMe noch weitere Einblicke in die Zahlen und Daten von Xing zu bekommen stimmte uns anfänglich euphorisch. Aussagekräftige Zahlen und Daten könnte man unter anderem im Sourcing gewinnbringend einfließen lassen. Für den Moment wissen wir aber nicht wirklich, was mit den Zahlen von Xing – in Bezug mit „Mein Profil bewerben“ – tatsächlich anzufangen ist. Vor allem die Herkunft der verwendeten Datenbasis ist für uns ein großes Rätsel. An dieser Stelle macht für uns Vieles einfach keinen Sinn. Von daher ist es aktuell ratsam über FutureMe seine Zielgruppe zu konkretisieren und diese Zahlen für das Advertisting heranzuziehen.

Wir hoffen euch bis zum nächsten Mal, vor allem aus den Bereichen Datengewinnung und –nutzung, konkretere Auskünfte geben zu können.

Abschließend bekommt ihr nun noch einen kurzen Ausblick darüber, was euch im nächsten Artikel sonst noch so erwarten wird:

  • Servicewüste Xing (Onlinedienste werden am Wochenende nicht unterstützt? LOL)
  • Analytics Tool / Auswertung
  • Mobile Optimierung/Erreichbarkeit
  • Ist „Mein Profil bewerben“ im Moment überhaupt nutzbar/sinnvoll? (Kosten, Nutzen, Zielgruppen)
  • Zusammenfassung & Gesamteindruck

Schönes Wochenende und Prost

Jan, Oli, Tobi, Kathy und Stefan

Bildquelle: Prof. Dr. Abdul Nachtigaller

Recruiting auf Xing ist tot!

Warum steht Xing kurz vor dem Tod und bietet doch auch gleichzeitig so gute Möglichkeiten wie schon lange nicht mehr?

Heute gibt es einen kleinen Einblick in unsere seit 4 Jahren laufende Recruitinganalyse auf Xing.

Was predigen wir immer? Leute legt euch mehrere Profile an, um zu sehen was die Konkurrenz so treibt. Anfang 2008 haben wir angefangen mehrere Profile auf Xing anzulegen um das Thema Kontaktaufnahme in allen Facetten auf Xing zu testen und dabei natürlich nicht als BFFT bzw. work performance erkannt zu werden. Seit Anfang 2011 haben wir das Ganze dann nochmal genauer unter die Lupe genommen und verfolgen sehr gezielt in welchen Branchen, Berufen und Karriereleveln sich der Markt stark verändert oder eben auch nicht. Seit Anfang des letzten Jahres hat es in fast allen Tech-Bereichen einen ordentlichen Boost auf Xing gegeben. Soll heissen unsere Techi-Profile bekommen teilweise bis zu 45+ Anfragen pro Monat. Das ist auch der Punkt an dem wir heute einhaken möchten.

Woher das kommt hat wohl mehrere Gründe! Es gibt mittlerweile einiges an Software (nicht von Xing) die es ermöglicht viele Prozesse und Arbeitsschritte z.B. für den Vertrieb oder die Kontaktaufnahme auf Xing von extern zu steuern bzw. zu automatisieren. Ein weiterer Grund ist sicherlich auch der Talentmanager (XTM).

Ein Beispiel was ich damit meine:

Im XTM ist es möglich verschiedene Stellenprofile, die man derzeit sucht, zu hinterlegen. In diesem Zuge schlägt der XTM dann Profile vor, die er sich aus den Schlagwörtern der Stellenprofile zieht. Grundlegend eine sehr gute Idee wenn Sie auch so wie ein richtige bool’sche Suche funktionieren würde. Ja, wir wissen dass Xing selber sagt: „Das Tool ist für Nutzer, die keine Ahnung haben von der bool’schen Suche oder im Moment nicht so viel Zeit dafür aufbringen können.“ Wie gut die Kontaktaufnahme erst sein muss, wenn man keine Ahnung oder Zeit hat? Unsere Empfehlung zu diesem Tool: Anschauen, ausprobieren und dann bool’sche Suche lernen und dadurch die Kandidaten finden, welche nicht schon mit zig Standard-Copy-Paste-Mails bombardiert worden sind . Was wir damit sagen wollen, dass es definitiv einfacher geworden ist viele Kandidaten zu finden und diese zu kontaktieren. Es würde hier noch so einige Punkte geben die man auflisten kann, schlussendlich hängt vieles davon ab wie Recruiter Brand, Sourcing, Erstkontakt und Talentrelationship in Zukunft verstanden wird.

Das bringt mich zu unserem eigentlichen Thema der Kontaktaufnahme bzw. dem Erstkontakt. Es kann gut sein, dass ich für die Suche keine Zeit habe oder evtl. nicht weiß wie die Operatoren funktionieren, aber das entschuldigt nicht Unhöflichkeit, Rechtschreibfehler, unverständlicher Satzbau, Desinteresse etc… Wir haben schon so Einiges lesen dürfen. Hier gibt es noch viel zu lernen und keiner ist perfekt, aber dass man sich ein wenig Gedanken dazu macht, sollte man schon erwarten können.

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Ich denke anhand der Bsp. kann man schon gut erkennen wo das Problem liegt. Wer findet sich hier wieder? Wir haben lange probiert, um für uns die optimale Ansprache zu finden.  Wir haben uns aus diesem Grund mit Journalisten und Kommunikationswissenschaftlern ausgetauscht, um zu verstehen wie Menschen Texte lesen und wahrnehmen. Schlussendlich geht es immer darum jemanden auch mit dem geschriebenen Wort emotional abzuholen und ihn zu begeistern. Das kann natürlich nicht klappen, wenn ich eine Stellenanzeige per Copy-and-Paste in die E-Mail oder einen Link dazu einfüge. Wir haben für uns den Anspruch im Erstkontakt gewisse Werte und eine Persönlichkeit mit hineinzubringen. Das ist einer der Schritte, die uns auf den langen Weg der Recruiter Brand gebracht haben. (Über das Thema Recruiter Brand werden wir sowohl was auf den Social Recruiting Days erzählen, als dann auch im Nachgang noch einen Artikel dazu schreiben.) Hier wiederum schließt sich dann der Kreis zur Employer Brand. Nur wenn ich weiss welche Kultur ich lebe und vermitteln möchte, kann ich diese mitteilen. Der Bewerber weiss vom Start weg, auf was er sich einlässt und steht nicht vor dem Ungewissen im Vergleich dazu wenn er nur eine Copy-and-Paste-Stellenanzeige liest und nur den Job bewerten kann, aber gar nicht weiß, ob auch das Unternehmen zu seinen Vorstellungen und Werten passt.

Hier ist dann aber auch wiederum die Chance für alle, die es gut machen. Wer sich im Vorfeld Gedanken macht und sich Zeit nimmt die Profile der Kandidaten zu lesen und zu verstehen, hat schon einen großen Sprung in Richtung bessere Response-Quote gemacht. Sich klug und attraktiv von den Mitbewerbern abzuheben ist nicht ganz so einfach wie es scheint. In unseren Augen fängt dass bei einem ansprechendem Profil an und hört mit den richtigen Grußworten in der Mail auf. Wer hat sich denn bis dato mit einem wirklich guten Betreff beschäftigt bzw. wer weiß, wie das Pop-up von Xing am Handy aussieht? Ich denke nicht so viele, sonst wären die Betreffzeilen nicht Kilometer lang und ohne jegliche Aussagekraft. Welche Rolle spielt die Privatsphäre-Einstellung beim Sourcing und Erstkontakt? Eine Große, da nicht alle User einen Premium-Account haben und somit auch nicht Zugriff auf alle Daten etc… Wer sein ganzes Doing auch in Zukunft immer wieder beleuchtet und sich wirklich Zeit nimmt auf Xing und bei der Ansprache bekommt dies definitiv zurück.

Da einige Unternehmen nicht selbst suchen, sondern mit Agenturen oder Headhunter zusammen arbeiten werden diese sich denken: „Schön was die hier schreiben, ist aber nicht unser Problem!“ Das sehen wir anders. Jeder externe Dienstleister sollte bzgl. der Werte und Kultur ihres Unternehmens eingewiesen werden. Eine einstündige Präsentation ist dafür nicht ausreichend. Die Zeit die man im Vorfeld investiert bekommt man später wieder zurück, weil die Kandidaten/innen einfach fachlich und kulturell zum Unternehmen passen werden. Wenn in Zukunft kein Umdenken statt findet, wird es schlussendlich dazu führen, dass die Netzwerke immer mehr zugemüllt werden. Die Konsequenz daraus sehen wir bei unseren Profilen. Immer noch mehr und mehr Anschreiben, Hauptsache so viele Kandidaten wie möglich erreicht. Da muss dann auch Xing dementsprechend eingreifen und sich überlegen wie sie das in Zukunft gehändelt bekommen wollen. Ja, auch wir tragen mit unserem Profilen nicht unbedingt dazu bei es einfacher zu machen, aber das ist nur der berühmte Tropfen auf dem heissen Stein.

Mein abschließender Absatz widmet sich der Response-Quote. Oft wird gejammert: „Ja, wir haben schon viel versucht können aber unsere Antwortquote nicht verbessern.“ Die eigentliche Frage sollte aber heißen: Bin ich den auf der richtigen Plattform für meine Zielgruppe bzw. wo könnte ich diesen Menschen noch finden? Was interessiert ihn? Wie kann ich ihn am besten abholen? Xing ist kein eigenes Universum, es gibt so viele andere Netzwerke, Plattformen, Blogs, Foren usw. auf denen man dann die wirklich guten und interessierten Jungs und Mädls finden kann. Einfach mal einen Schritt weiter und über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus denken.

Beste Grüße von der grünen 3

Tobi

 

Checkliste – Active Sourcing

Kurz vor dem langen Wochenende gibt es nochmal eine kleine Hausaufgabe und etwas zu lesen von uns mit auf den Weg.

Wir haben Mario Walser von hrtoday.ch Rede und Antwort zum Thema „Active Sourcing“ gestanden. Das volle Interview gab es am 29. April in der Zeitschrift.

Vorab haben wir uns aber schon ein paar Gedanken zum Thema „Wie den richtigen Einstieg zu Active Sourcing finden?“ gemacht. Dabei ist unsere Checkliste – Active Sourcing herausgekommen, keine „Rocket Science“ aber in zahlreichen Veranstaltungen der letzten Wochen kamen häufig immer dieselben Fragen nach genau den folgenden Themen.
Die Checkliste findet ihr direkt bei hrtoday.ch oder gleich hier bei uns – viel Spaß beim Lesen. Hinterlasst uns unten einen Kommentar ob ihr das genauso seht, Ergänzungen habt etc.

Wir freuen uns darauf!

Checkliste – Active Sourcing

1. Bilden Sie aus!

Aktuellstes Fachwissen, Anwendungskompetenz der Sourcing-Techniken, Kommunikationspsychologie und Verkaufsschulung gehören zum Grund-Rüstzeug Ihrer Active Sourcer. Das wird Ihnen im Einstellungsprozess einen gewaltigen Vorteil verschaffen, da die Entscheidungskompetenz in Ihrem Verantwortungsbereich verankert sein wird – und Sie wesentlich schneller eine Entscheidung herbeiführen können.

2. Definieren Sie Ihre Zielgruppe!

Nur wenn Ihnen klar ist, wen Sie suchen, finden Sie auch die richtigen Leute. Vorab ist es essentiell, die Zielgruppe zu definieren und diese auch zu kennen. Finden Sie heraus, wo sich diese aufhält, ob sie online präsent ist, mit welchen Tools sie arbeitet und in welchen Foren sie sich austauscht. Möglicherweise sind auch Autoren von Fachartikeln eine gute Anlaufstelle.

3. Nutzen Sie die richtigen Werkzeuge!

Überlegen Sie sich, welche Tools Sie dazu benötigen und auf welchen Plattformen Sie suchen möchten. Finden Sie heraus, welche Tools und Erweiterungen (Google Chrome Erweiterungen, wie z.B. 360social, SocialHub) Sie darin unterstützen, Ihre Zielgruppe zu finden, einzuschränken und optimal anzusprechen.

4. Ermitteln Sie die richtigen Keywords!

Die richtigen Keywords sind der Erfolgsschlüssel für die Suche nach passenden Kandidaten. Ermitteln Sie individuelle Keywords (Skills, Standorte, Arbeitgeber, usw.). Überlegen Sie sich, wo Sie Schwerpunkte setzen wollen – und wo die Fachabteilung. Diese kann Ihnen mit ihrem Know-how bei der Suche helfen. Finden Sie heraus, welche Keywords Ihre Zielgruppe verwendet – und auch, welche Sie in der Suche zu stark einschränken, weil sie zu speziell sind oder von der Zielgruppe nicht angegeben werden.

5. Bilden Sie Suchketten!

Bringen Sie die Keywords in einen logischen Zusammenhang, indem Sie eine Suchkette (String) bilden. Dabei führt nicht nur «der perfekte» String ans Ziel. Analysieren Sie, wie sich Ihre Suche (quantitativ und qualitativ) verändert, wenn Sie etwas im String ändern. Ausprobieren ist hier allesentscheidend.

6. Identifizieren Sie Ihre Kandidaten!

Haben Sie den passenden Kandidaten gefunden, gibt es mehrere Möglichkeiten, diesen zu kontaktieren. Eventuell ist er auf einer anderen Plattform aktiv(er), als auf derjenigen, wo Sie ihn gefunden haben. Online-Tools und Erweiterungen (z.B. LipplLink oder Connect6) können dabei hilfreich sein.

7. Kontaktieren Sie wertschätzend!

Ein wertschätzender erster Kontakt ist entscheidend! Machen Sie sich vorab Gedanken, wie Sie die Betreffzeile und das Anschreiben gestalten werden. Überlegen Sie sich, wieso sie den Kandidaten auf der gewählten Plattform anschreiben und ob sich das auch für Sie richtig anfühlt. Machen Sie sich kundig, welcher Umgangston auf dieser Plattform herrscht.

8. Bauen Sie Ihre Pipeline!

Jeder Sourcer muss, genauso wie das gesamte Unternehmen, seinen eigenen Pool an Kandidaten aufbauen und pflegen. Es soll eine Beziehung zwischen Sourcer und Kandidaten aufgebaut werden und ein ständiger Austausch möglich sein. Dadurch kann die Besetzungsdauer einer Position deutlich reduziert werden, da Sie auf einen bestehenden Pool zurückgreifen können.

9. Bleiben Sie dran!

Und zum Schluss noch dies: Erfolgreiches Active Sourcing erfordert Beharrlichkeit und Flexibilität! Haken Sie also nach und beziehen Sie alle relevanten Veränderungen (Veränderungen in den Plattformen, Veränderungen bei den Keywords) in Ihre Suche mit ein.
Die Checkliste deckt für uns die wichtigsten Themen, schnell auf einen Blick ab. In den nächsten Wochen wollen wir dann auch nochmals verstärkt auf einzelne Themen eingehen.

Bis dahin, lasst uns wissen was euch am meisten interessiert, dann gehen wir das am ehesten an!

Schönen Feiertag und in diesem Sinne
Cheerio
Jan, Oli und Tobi

Am Ende sind es doch Beziehungen – Tinder your Job

Tinder Ada Lovelace

Man könnte es eine schräge Idee nennen oder auch einfach ganz normalen BFFT Alltag. Aber egal wie man es bezeichnen will, Fakt ist, dass es funktioniert. Die Suche nach einem Partner fürs Leben ist oftmals gar nicht so weit weg von der Jobsuche. Wobei vermutlich die wenigsten Singles auf die Idee kämen anstelle eines Stellenangebotes eine Partnersuche auf Stepstone einzustellen. Umgekehrt sieht es allerdings anders aus. Warum nicht auf einer Dating Plattform nach potentiellen Kandidaten suchen, bzw. diese ansprechen. Warum nicht die angesagteste Dating App für die Suche nach IT Experten verwenden?
Der heutige Post ist ein kleiner Gastbeitrag auf der grünen 3, die nun mal wieder ein wenig angeschoben werden wird. Mit der Tinder-Job-Aktion haben die BFFT Jungs aber wirklich mal wieder einen raus gehauen. Anders lässt sich diese Idee gar nicht beschreiben. Aus dem Hause BFFT sind wir doch einiges gewöhnt, aber hier wird nochmals bewiesen, dass Sourcing Maschinen eben doch kreativ denken können müssen – der Umberto in Reinform.
Aber tauchen wir ab in die Welt der Ideen und Gedanken eines innovativen Recruitings. Bevor eine solche Idee umgesetzt wird, werden die Netzwerke stets bis ins Detail von den Jungs sprichwörtlich auseinandergenommen. Da darf kein Programmierstein mehr auf dem anderen bleiben; jede Funktion wird auf ihre Beschaffenheit hin analysiert.

Tinder Inside

Hierzu wurden als erstes eigene Profile angelegt. Dabei wurde schnell klar, dass das Unterfangen nicht ganz so trivial war wie eingangs vermutet. Denn Tinder lässt lediglich ein Profil je Facebook Login zu und merkt sich dies selbst dann, wenn man die App vom Telefon gelöscht hat. Um tatsächlich ein anderes Profil auf Tinder zu eröffnen, muss man das Telefon Resetten und von Null anfangen. Einfach zwischen mehreren Accounts zu switchen, wie man es etwa von Twitter gewohnt ist, war nicht möglich. Was allerdings mit der sogenannten Pro Version möglich ist, ist das simulieren eines Standortes. In der Regel bekomme ich lediglich Bilder von Damen in meiner Umgebung angezeigt. Mit einem Pro Account kann ich mich auch von München nach Hamburg verfrachten und mir die dortigen Tinderianer ansehen. Eine wirklich interessante Funktion, wenn man über das Recruiting via Tinder nachdenkt. Damit konnten die Jungs auch verschiedene Städte miteinander vergleichen und es stellte sich tatsächlich ein unterschiedliches Tinder-Verhalten je Stadt heraus. So wohnen in Berlin eher die nachmittags Tinderer wohingegen die Ingolstädter es liebten vormittags zu tindern.

Reaktionen

Nachdem die Funktionen der Dating App hinreichend analysiert waren, wurden unterschiedlichste Szenarien getestet, um mehr darüber zu erfahren, was die Zielgruppen auf Tinder ausmachen. Wie ticken sie und was führt sie auf dieses Netzwerk.
Dazu wurde das Swipeverhalten je nach eingestelltem Foto analysiert. Schnell stellte sich heraus, dass Sport Bilder gut ankamen und Grimassen. Gerade letztere wurden häufig positiv geswipet, da diese Bilder Humor erahnen ließen, wie sich im Nachgang herausstellte. Unterschiedliche Ansprachen wurden anschließend ebenfalls getestet. Hierzu muss man wissen, dass Tinder mit einer enormen Geschwindigkeit besticht. Bei erfolgtem Match – d.h. zwei Personen haben sich gegenseitig positiv geswipet – öffnet sich im Handumdrehen ein Chatfenster zur direkten Kontaktaufnahme. Bei Antworten, die eher indirekter formuliert waren und nicht direkt zum Punkt der körperlichen Nähe führten, fühlten sich die Damen deutlich herausgeforderter. Eine gewisse Spannung lag in der digitalen Luft und machte einen großen Teil des Reizes aus.

Echte Insights

Übrigens haben die Jungs bei positiven Swipes stets mit offenen Karten gespielt und kommuniziert, dass es sich bei ihren Accounts um Feldversuche handelte. Ziel war es stets ein Interview zu ergattern, um tiefer gehende Informationen vor allem zur Motivation zu erhalten. Aussage war, dass es sich bei Tinder vor allem um einen Zeitvertreib handle. Dass viele Reaktionen auch während der Arbeitszeit erfolgten, komplementierte das Bild. Die Interviews bestätigten zudem, dass der visuelle Eindruck zählt. Denn obwohl man jedem Foto auch eine erklärenden Text hinzufügen kann, wurde dieser meist nicht gesehen. Was zudem noch auffällig war, dass die meisten Matches möglichst schnell in ein anderes Netzwerk zum weiteren Chatten wechseln wollten. Ein Manko der Datingplattform ist scheinbar eine eher mittelalterliche Chatfunktion.
Obendrein entdeckte Jan dann, dass sich nicht nur Menschen mit Menschen swipten, sondern Menschen auch Essen swipten und swipen. Fotos von Bacon oder Pizza wurde von Liebhabern positiv geswipet, um diese Zuneigung zum Ausdruck zu bringen. Ein essentiell wichtiger Insight, der sich später noch als gewinnbringend herausstellen sollte.

Im zweiten Schritt wurde die reale Zielgruppe befragt

Nachdem Tinder als Netzwerk und Dating App untersucht worden war und sie einige Interviews im Kasten hatten, konzentrierten sich Jan und Tobi in der zweiten Phase ihres Feldversuches auf reale Exemplare ihrer Zielgruppe: echte ITler. Zum einen wollten sie wissen, inwiefern Tinder in der Zielgruppe bekannt ist und zum anderen wie es genutzt wird. Darüber hinaus fehlte es noch an einem Anwendungsszenario im Sinne des Recruitings. Intensiv wurde diskutiert, was die Zielgruppe wohl ansprechen könnte. Als Ergebnis kamen Sie auf die Idee “I love C++” als Account anzulegen und darüber hinaus einen Account Namens “Ada Lovelace”. Ada Lovelace (Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace) http://de.wikipedia.org/wiki/Ada_Lovelace gilt als die erste Programmiererin der Welt – geboren 10. Dezember 1815 in London. Zwei Accounts, die mit Sicherheit lediglich von der Zielgruppe positiv geswipet werden würden. Ein meiner Meinung nach genialer Streich, der eine enorm fokussierte Ansprache versprach.

Das Ergebnis

Die Geschwindigkeit von Tinder zeigte sich als nachhaltig beeindruckend. Binnen der ersten 10 Minuten nach GoLive des Ada Lovelace Accounts, hatten die beiden Herren bereits 45 positive swipes. Da ein einseitiger positiver Swipe zur Folge hat, dass man selbst mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bei seinem Gegenüber ebenfalls als Vorschlag auftaucht, durfte Ada aus dem vollen IT Pool fischen. Die positiven Swipes tauchten natürlich dann nach und nach in ihrer Auswahl auf. Jan und Tobi konnten einige Interviews führen und auch etliche Kandidaten via Xing in ihr Netzwerk aufnehmen. Die Idee wurde stets als äußerst positiv wahrgenommen und zahlte somit obendrein auf das Arbeitgeberimage ein. Hoch effektives Recruiting gepaart mit einem aufwerten der Arbeitgebermarke – besser gehts wohl kaum.
Der Account wurde dann leider durch die Plattform gesperrt. Da es sich um keine natürliche Person handelte, kann man diese Reaktion wohl nachvollziehen.
Was bei dieser Feldstudie übrigens ebenfalls auffiel, war eine erstaunlich enge Verknüpfung von Facebook und Tinder. So wurden den beiden Herren nach einiger Zeit auch entsprechende Damen auf Facebook als mögliche Freunde vorgeschlagen.

Hut ab, vor dieser genialen Idee und dem Mut, diese auch umzusetzen.

Social Media Recruiting Conference – Die Mutter aller Konferenzen…

Es ist eigentlich schon alles zur SMRC gesagnglaublich Leute. =)

monster energy hoodies

Trotzdem oder auch gerade deswegen möchte ich auch noch ein paar Zeilen schreiben.

Ali hat es in seinem Video schon gesagt: „Es war quasi die Initialzündung“.
Ja, und es war auch unsere Initialzündung. red bull clothing

Die SMRC 2012 war für uns und unseren Blog ebenfalls der Startschuss. Wir habench so viele spannende Gesichter aus der HR-Szene getroffen.
Und das ist es, was es auch so besonders macht – das Netzwerk (manche nennen es Suppe) =).
Ein Jahr später haben wir dann schon selbst auf der SMRC in Hamburg gesprochen. Wir haben uns also gemeinsam mit der SMRC weiterentwickelt.

Mittlerweile waren wir schon auf einigen Konferenzen, Messen oder Schulungen. Kaum eine ist jedoch so wertvoll wie die SMRC und respektive

Zudem muss ich noch eine Lanze für die beiden Jungs hinter der SMRC brechen.
ür uns persönlich so wertvoll.  monster energy shorts

In diesem Zuge, ich hoffe wir sehen  uns bei den Veranstaltungen vor Ort – wäre schön euch persönlich kennen zu lernen.

Cheers und eine schöne Woche
Jan

XING FutureMe und Sourcing

Keywords sind für das Sourcing das A und O. Deshalb sind wir auch ständig auf der Suche nach Keywords für unsere Suche, oder?
Deshalb möchte ich euch heute eine schöne Alternative vorstellen, wie man an geeignete Keywords für seine XING- bzw. Googlesuche kommt.

Vor ein oder zwei Wochen hat XING ein neues BETA-Tool namens „FutureMe“ vorgestellt.
Hörte sich für mich am Anfang verdammt abgespaced an und ich war gespannt was sich dahinter versteckt.

XING selbst beschreibt FutureMe so:
Entdecken Sie mit FutureMe Ihre berufliche Zukunft. Und den Weg dahin.
Berufliche Inspiration finden. Perspektiven entdecken. Weiterkommen. (Quelle: XING FutureMe)

Es soll also in erster Linie ein Tool für die Karriereentwicklung der XING Nutzer sein.
ABER, ich sehe ja auch alles immer ein bisschen durch die Recruiting-Brille und hab mir das Tool mal etwas näher angeschaut und bin auf ein paar Ideen gekommen.

FutureMe und Sourcing
Los gehts!
Ich kann also FutureMe nutzen um mich über meinen „Traumberuf“ zu informieren. Dann habe ich doch gleich mal nach „Softwareentwickler“ gesucht (wollte ich schon immer werden – ich schwöre) =).
Als erstes ist mir aufgefallen, dass mir XING dabei schon bei der Suche hilft und mir passende Jobtitel mit „Software-“ vorschlägt.

„Nett – kann man beim sourcen eigentlich immer gut brauchen“, dacht ich mir.

Ab jetzt wird es spannend. (Ich erkläre nur mal ein paar Dinge dir mir aufgefallen sind – das Tool kann aber noch weiter ausgereizt werden)
Wenn ich also meinen Traumberuf gefunden und ausgewählt habe, finde ich zunächst einen kurzen Text der wie eine Zusammenfassung für diesen Beruf wirkt.

Darunter ist es für mich das erste mal spannend geworden: Typische Qualifikationen
Hier werden also typische Qualifikationen von Leuten angezeigt die in ihrem XING Profil angegeben haben „Software-Entwickler“ zu sein. Das ist zum einen für XING Nutzer interessant die Ihr Profil optimieren möchten, zum anderen ist das für mich zum sourcen unglaublich interessant.
Nach genau diesen Qualifikationen suche ich ja und verbaue diese in meinem String!!

Typische Qualifikationen

Das hier ist also eine gute Quelle um seinen String zu erweitern, zu verbessern etc.!!
Schon sehr nett von XING oder?

Das gleiche Spiel habe ich dann bei „Ausbildungsgang“ – auch diesen möchte ich ja (wenn nötig) in meinem String haben.

Interessant finde ich dann noch den Unterpunkt „Karrierepfad„. (siehe oberes Bild)
Hier sehe ich, was die User  vor Ihrer Tätigkeit als „Software-Entwickler“ für Positionen inne hatten. Auch das kann beim Sourcing sehr spannend sein, denn oft suche ich auch jemanden der sich in dieser Position noch entwickeln kann bzw. nicht jeder Nutzer aktualisiert und pflegt sein XING Profil regelmäßig. (Die Karrierepfade lassen sich dann auch in die „Tiefe“ klicken, d.h. fällt mir ein neuer Beruf im Pfad auf, kann ich diesen gleich weiter durchsuchen) NICE TO HAVE! =)

Weiter zeigt mir XING eine Gehaltsspanne, Karrierstufe, Informationen zu Branchen, Unternehmensgrößen und Art der Beschäftigung an, sowie eine Karte, wo die „Software-Entwickler“ hauptsächlich zu finden sind (auch das kann sehr hilfreich sein).

Interessant wird es dann nochmals ganz unten bei den „Ähnlichen Berufen und Spezialisierungen„.

Ähnliche Berufe

Auch hier finde ich wieder nützliche Keywords für meine Suche bzw. meinen String. Zusätzlich lassen auch diese sich wieder in die „Tiefe“ anklicken.
Awesome – ich liebe es! =)

Zum Schluss noch ein Knaller: Das Tool zeigt mir auch noch Personen an, die meinen „Traumberuf“ inne haben. Zwar nur eine begrenzte Auswahl (in meinen Test waren es immer 25 Profile – immer die gleichen) aber immerhin ist es ein Anfang.

Liste

Zudem gibt es unter diesem Punkt (XING-Profile) auch noch die Möglichkeit Arbeitgeber zu finden bei denen „Software-Entwickler“ beschäftigt sind. =)

So, jetzt lasse ich euch mal mit euren Gedanken dazu alleine. Ich freue mich aber wie immer auf euer Feedback wie Ihr persönlich „FutureMe“ nutzt.
Ich finde das Tool sehr spannend – von der Recruiting- und von der Nutzersicht.

Bis dahin und Cheerio
Jan

Hashtag | Bashtag | Tagkaperer – Ihr wisst nicht wie ihr Hashtags sinnvoll nutzen sollt?

Nein Mama, Hashtags sind keine Drogen!

So titelt die Neustart (by t3N) derzeit in ihrem neuen Format. Ich war mir nicht so sicher, ob es nicht doch eine Droge ist. Der Titel hat perfekt zu meinen letzten Wochen gepasst.
In den letzten Wochen ist mir das Thema fast kaum aus dem Kopf gegangen. Angefangen hat eigentlich alles durch eine Diskussion mit Robindro zum Thema Hashtags. Wir haben uns auf dem HRBarCamp in Berlin schon die Frage gestellt, wie wir Hashtags sinnvoll nutzen können. Wir dachten an eine Einbindung der Hashtags als eine Art Tagcloud auf der (Karriere-)Homepage um den Nutzern einen virtuellen Raum zu öffnen, um schnell an Informationen zu kommen. Einen Artikel dazu hat Robindro bereits veröffentlicht.

Weiter im #-Bus ging es dann nach Stegersbach. Auf der Future of Work  haben wir in einem größeren Kreis wieder das Thema Hashtag diskutiert.
Ich glaube die derzeitige Situation bezüglich der Hashtags beschreibt am besten Robindros Beispiel mit der Busfahrt. Viele Unternehmen bzw. die Verantwortlichen wissen, dass es diese „Droge“ Hashtag gibt, wissen aber nicht diese einzusetzen. Das bedeutet auf unser Beispiel mit dem Bus: Sie (die Unternehmen) fahren zwar mit ihrem Bus  im Straßenverkehr, machen die Türe zum Ein- bzw. Aussteigen aber auf der linken Seite auf. Und wundern sich dann, dass niemand ein- bzw. aussteigt.

Ich habe auch in den letzten Wochen ein paar Hashtag-Aktionen gesehen. Es sind ein paar coole Ansätze dabei, aber für mich persönlich sind viele Ideen nicht bis zum Ende gedacht.
Ein Beispiel habe ich bei Flyeralarm gefunden: Unter dem Hashtag #wiecoolistdasdenn2015
Macht euch selbst ein Bild davon.

Instagram-Tagkaperer

Ich hab mir dann immer wieder die Frage gestellt: Wie kannst Du das besser machen bzw. Was wäre denn wirklich richtig geil?
Auf der re:publica hab ich dann nochmal eine sehr coole Idee gesehen: Den Instant_Glitch.
Über die Instagram API und den Hashtag #rp14 hat sich eine Gruppe Studenten die Bilder der Besucher gezogen und ja, zu Kunst gemacht.

Das hat mich dann weiter auf den Trichter Instagram gebracht. Und da ich Instagram seit einigen Monaten echt wie eine Droge nutze (das Thema lässt nicht los) kam mir nachts folgende Idee:
Wie wäre es wenn wir einen Hashtag komplett für uns nutzen könnten? Ihn sozusagen kapern können?
Instagram macht das durch seine Hashtag bzw. Anzeigelogik möglich. Raus kommt dann in etwas sowas hier: #testagbfft

Erster Versuch Tagkaperer
Erster Versuch Tagkaperer

Ich möchte gar nicht soviel dazu sagen, lasst es einfach mal sacken. Robindro hat es schon sehr cool formuliert: „Jeder der das checkt, bekommt ein Königreich“.

Tobi, Robin und ich haben dann auch die Tage darauf weiter an der Idee gesponnen. Die Idee lässt sich weiter vorantreiben, mit VINE-Videos verknüpfen usw. usw.!
Ich denke wir haben Morgenabend genügend Zeit bei ein paar Steaks drüber zu quatschen!
Einen Vorgeschmack gibt es zudem auf Tobias‚ und meinem Instagram-Account!

Jetzt heißt es, Feuer frei – lasst euren Ideen freien Lauf!

Zum Schluss noch in eigener Sache, wir sind am Donnerstag auf der Ideenwelt Recruiting in Stuttgart unterwegs – vielleicht sieht man sich ja! Wir freuen uns drauf.

Cheers
Jan

Pic: (CC) BY 2.0 by Théo La Photo

 

I sing a Liad für di………….

Herausforderung angenommen oder besser gesagt etwas die Spielregeln verändert.

Ende letzten Jahres haben die Jungs von whatchado einen Weihnachtspost rausgehauen. „Gewinne dein eigenes Interview„.
Die Anforderungen – schaut einfach selbst… =)

Wir dachten uns: „Dann schenk ma ihnen was gscheids zu Weihnachtn!“ 😀

Und dass hier, kam dabei raus:

Heute kam was sehr geiles zurück!

Danke Ali, Jubin und das komplette whatchado-Team!!!

Jan, Olli, Tobi und das gesamte BFFT-Recruiting-Team

Die Mutter aller Imagefilme – ein versöhnlicher Jahresabschluss

Gefühlt wurde doch in noch keinem Jahr so viel über Image- oder Karrierevideos geschrieben wie in diesem, oder?
der Großteil aber war einfach schlichtweg langweilig und

Und dann fällt uns gestern Nacht um 23:30 U  monster energy clothing sale
Wir haben den Film einmal angeschaut – und dann noch ein zweites Mal und ich muss sagen, er is nicht nur verdammt aufwending gemacht, er bleibt auch im Kopf!
Ich möchte gar nicht zu viel darüber schreiben, bitte macht euch euer eigenes Bild dazu:

 

Jetzt zu euch, was sagt ihr? Genial lustig, Satire, oder doch nicht so toll? Schreibt es uns einfach in die Kommentare.
Zuletzt noch der Dank an Dr. Thomas Broll für das Gütesiegel!

Cheers and remember: S‘ Lebn is a Freid! =)
Tobi und Jan  monster energy clothing